Konzept

Konzept

Die Verantwortung für die Finanzierung und die Organisation der Diakoniestation liegt bei dem geschäftsführenden Vorstand.
Die Personaleinsatzplanung, die Leistungserbringung, der gesamte Ablauf des Dienstgeschehens und alle fachlichen Belange
sind Aufgabe der Pflegedienstleitung. Die Verantwortung der Leistungsabrechnungen liegt bei der Verwaltung,
der geschäftsführende Vorstand ist für die Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsablaufes verantwortlich.

Pflegekonzeption

Die Pflegekonzeption ist einer der wichtigsten Bausteine der inhaltlichen Arbeit der Diakoniestation.
Die Leistungsmerkmale und die fachliche Kompetenz, Dynamik, Aktualität und Flexibilität sind Voraussetzungen,
um das Pflegekonzept bedarfsorientiert festzulegen, durchzuführen und zu aktualisieren.
Die Inhalte der Pflegekonzeption als Grundlage für die tägliche Arbeit werden durch folgende Kriterien beschrieben,
die Aufgaben (nach ICN – International Council of Nurse) sind:

  • Gesundheit zu fördern / Prävention
  • Gesundheit = körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden (Definition WHO – World Health Organisation)
  • Krankheit zu verhüten / Prophylaxen
  • Gesundheit wieder herzustellen / Rehabilitation
  • Leiden zu lindern / Therapie / Pflege.

Ziele sind:

  • bedürfnisorientierte, ganzheitliche und individuelle Pflege, über die medizinisch notwendige Pflege hinaus,
  • aktivierende Pflege als Hilfe zur Selbsthilfe,
  • Pflege und Begleitung sterbender PatientInnen und die Unterstützung ihrer Angehörigen,
  • Anleitung und Beratung pflegender Angehörige.

Pflegeprozess
Um eine ganzheitliche Versorgung der PatientIn zu erzielen, führt die Pflegekraft eine systematische Pflegeplanung durch.
Als Orientierungshilfe dient hierzu eine Tabelle der Aktivitäten des täglichen Lebens (AEDL nach N. Roper und M. Krohwinkel).
Der Pflegeprozess besteht aus einer Reihe von logischen voneinander abhängigen Überlegungs-,
Entscheidungs- und Handlungsschritten, die auf eine Problemlösung, also auf ein Ziel hin, ausgerichtet sind und im Sinne
eines Regelkreises einen Rückkoppelungseffekt in Form von Beurteilung und Neuanpassung enthalten.

Planungsschritte:

  • Sammeln von Informationen
  • Erkennen von Problemen und Ressourcen der PatientIn – Festlegung der Pflegeziele (Nah- und Fernziel)
  • Planung der Pflegemaßnahmen
  • Durchführung der Pflege
  • Beurteilung der Wirkung der Pflege
  • evtl. Neuformulierung der Pflegeziele
  • Aktualisierung des Pflegeplanes

Durchführung:
Zur Durchführung geplanter Maßnahmen berücksichtigt die Pflegekraft die jeweils gängigen Pflegestandards,
die von der Arbeitsgruppe Pflegestandards des Arbeitskreises Ambulante Pflege und Hauswirtschaftsdienste in der
Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände in Bielefeld erarbeitet und für den Bereich des Diakonischen Werkes
der Lippischen Landeskirche e.V. in den angeschlossenen Diakoniestationen eingeführt wurden und ständig weiterentwickelt werden.
Es sind genügend Pflegestandardordner innerhalb der Einrichtung vorhanden, dass es immer möglich ist, dass MitarbeiterInnen
einen Ordner für längere Zeit verwenden können.
An Hand dieser Pflegestandards orientieren sich ebenfalls die Qualitätssicherungsmaßnahmen.
Die Pflegekraft arbeitet mit allen am Pflegeprozess beteiligten Personen zusammen.

Dokumentation
Um Pflege nachweisbar zu machen, nutzt die Pflegekraft das vorhandene Dokumentationssystem der Station.
Sie dokumentiert ihre Planungs- und Handlungsschritte regelmäßig bei den PatientInnen und zeichnet dort namentlich (Kürzel) ab,
für die interne Dokumentation und für die Abrechnung mit den Kostenträgern wird ein eigens dafür erstelltes EDV-Programm verwendet.
Sie ist im Rahmen des Pflegekonzeptes für den Pflegeprozess der ihr überantworteten PatientInnen verantwortlich und
arbeitet an der Weiterentwicklung des Pflegekonzeptes der Diakoniestation mit.

Öffentlichkeitsarbeit
Öffentlichkeitsarbeit und Werbung müssen sich durch Vielschichtigkeit, der Nutzung unterschiedlichster Medien
und eine hohe Professionalität auszeichnen. Nur auf dieser Basis kann sichergestellt werden, dass die Ziele
der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung, wie die Sicherung und Gewinnung von Marktanteilen, Informationsvermittlung
über das Leistungsspektrum für eine breite Öffentlichkeit, Darstellung und Verdeutlichung der Notwendigkeit und des Stellenwerts
ambulanter Pflege und seines gesellschaftspolitischen Stellenwerts im Wandel der Zeit realisiert werden.